Die St. Peter Kirche in Krempe

Die dreischiffige St. Peter-Kirche ist eine gut erhaltene Hansen-Kirche in unverfälscht spätklassizistischer Form. Die St.-Peter-Kirche wurde von 1828 bis 1832 vom Altonaer Stadtbaudirektor F. C. Heylmann (d. J.) nach Plänen des bekannten dänischen Oberbaudirektors Christian Frederik Hansen ("Schinkel des Nordens") errichtet. Ähnliche Kirchen wurden in Husum, Neumünster und in Kopenhagen nach Hansen-Entwürfen gebaut.

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Ungewöhnlich wirkt der Turm, der sich aus den schlichten Formen der klassischen Antike zusammensetzt: Quader, Zylinder, Halbkuppel. Der gedrungene Turm mit aufgesetzter Laterne soll der Gemeinde ein "Leuchtturm" sein, der sie durch die raue See des Lebens leitet. Er grenzt sich dadurch von den auffällig hohen Turmgestalten der Vorgängerkirche ab, die wie ein drohender "Zeigefinger Gottes" in den Himmel ragten.

Nordseite

1237 wurde Krempe erstmals als Kirchort erwähnt. Die Gründung einer ersten Kirche in Krempe wird vermutlich schon in Zusammenhang mit der Eindeichung der Kremper Marsch im ausgehenden 12. Jhd. erfolgt sein. 1495 erhielt die Kirche den 260 Fuß (~ 75m) hohen Turm, in dem 1506 die legendäre Glocke "Maria" aufgehängt wurde. Nachdem der erste Turm 1648 durch einen schweren Sturm umgeworfen worden war, wurde 6 Jahre später ein noch höherer mit einer mehrfach gegliederten, barocken Haube errichtet.

1814 wurde die Vorgänger-Kirche von schwedischen Truppen zum Pulverlager umfunktioniert. Eine Explosion - durch die Unachtsamkeit eines Soldaten verursacht - zerstörte sie bis auf die Grundmauern. Modelle dieser Vorgängerkirche(n) befinden sich in den Seitenschiffen.

 

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