Das historische Rathaus von Krempe

Das Kremper Rathaus zählt zu den bedeutendsten Gebäuden der Renaissance in Schleswig-Holstein. Es wurde 1570 in einer wirtschaftlichen Blütezeit erbaut, als Marcus Jordanus (bedeutender Kartograf des dänischen Reichs) über 20 Jahre Bürgermeister seiner Heimatstadt Krempe war. Die südliche Giebelfront besteht aus massiven Backsteinen und ist als Schauseite dem Marktplatz zugewandt. Formziegel verzieren die Fensteröffnungen.

  Hinter den Buntglas-Fenstern im ersten Stock befinden sich das ehemalige Gerichtszimmer und der Sitzungssaal. Das Gebäude hatte ursprünglich einen Stufengiebel. Dieser wurde 1784 im Zuge einer Renovierung abgeschrägt. Ein schlanker Dachreiter mit geschwungener Haube, mit "Tinnappel" und Wetterfahne betont seitdem den repräsentativen Charakter des Baus. Der Eingang zum Ratskeller wurde damals zugemauert und durch die barocke Eingangstür ersetzt.
 1908 wurde er wiederentdeckt und durch die Nische mit Sandsteinbank markiert. Die Rückwand grenzte hart an das Ufer der Kremper Au (heute verrohrt). Durch das rückwärtige Tor konnten Handelsschiffe ihre Waren direkt in die Lagerhalle des Erdgeschosses entladen. Eine Seilrolle erinnert daran. Das Rathaus ist noch heute Sitz der Stadtverwaltung. Das Erdgeschoß wird durch den Restaurantbetrieb des "Ratskellers" genutzt. Viele Hochzeitspaare haben sich im würdevollen Ambiente dieses besonderen Gebäudes schon das Ja-Wort gegeben.

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